Sacré-Coer de Montmartre

Die “Sacré-Coer de Montmartre ” oder auch “Basilika Sacré-Coer” genannt, wurde erst nach 39 Jahren im Jahre 1914 fertiggestellt, jedoch erst nach Ende des Ersten Weltkriegs, 1919, geweiht. Begonnen wurde dieses kolossale Projekt auf Wunsch der französischen Bevölkerung einige Jahre vor Baubeginn (1875), da Frankreich im deutsch-französischen Krieg 1870/1871 den Deutschen unterlegen war, was dazu führte, dass die Franzosen einige Demütigungen und Provokationen durch die Deutschen hinnehmen mussten. Getragen wurde das Projekt vor allem vom Staat, wobei die 40 Millionen Francs, die der Bau letztendlich kostete, auch durch Spenden aufgebracht worden sind.

Die Namen derjenigen die für die Fertigstellung der Kirche gespendet haben, sind in die Steine des Neubaus gemeißelt. Gebaut wurden die Kirchen als Andenken an die zahlreichen Opfer, welche im deutsch-französischen Krieg gefallen waren. Der Architekt dieser Kirche im “Zuckerbäckerstil”, welcher an die Architektur römisch-byzantinischer Kirchen angelehnt ist, hieß Paul Abadie. Dieser setzte sich im nationalen Wettbewerb für den Entwurf der Kirchen gegen 78 Konkurrenten durch, verstarb allerdings ein Jahr vor Baubeginn, sechs weitere Architekten führten den Bau weiter.

Der Erzbischof, Kardinal Joseph Hippolyte Guibert, welcher später Kardinal von Paris werden sollte, wählte den Ort für den Bau aus, nämlich auf den 130m hohen Hügel des Montmartres. Wer einen herrlichen Blick über Paris und seine anderen Sehenswürdigkeiten genießen möchte, der muss 237 Stufen hochsteigen um sich dann auf der Aussichtsplattform vor der Kirche von dem Ausblick den Atmen rauben zu lassen.

Das Gebäude ist 85 Meter hoch, wobei die Kuppel allein bereits eine Höhe von 55m hat, und 35 Meter breit, die Fundamente der Kirche reichen jedoch nochmal 33m in den Boden. Eine Besonderheit der Kirche ist, dass sie nicht – wie üblich- der Mutter Gottes (Maria) geweiht ist, sondern dem “Herzen Christi”. Des Weiteren befindet sich im gewölbten Turm der Basilika die 1895 in Annecy gegossene Glocke mit dem Namen ” La Savoyarde”. Diese Glocke ist mit 18,835 t die größte Glocke in ganz Frankreich. Das im Turm befindliche fünfstimmige Bronzegeläut, hat die Tonfolge c° c’ d’ e’ f’. Als weitere Highlights der Basilika Sacré-Coer gelten das dreibögige Portal, auf welchem Jean d’Arc und Ludwig IX. zu sehen sind, und eines der größten Mosaike der Welt, welches die Decke der Apsis bedeckt. Das Mosaik zeigt Jesus mit geöffneten Armen.

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