Place Vendôme

Eleganz und städtebauliches Können zeichnen den königlichen Platz von Paris aus - die Place Vendôme. Bereits 1698 vom Architekten Hardouin-Mansart entworfen, musste die klassizistische Platzanlage wegen Geldmangels noch einige Jahre auf ihre Ausführung warten. Die Geschlossenheit und Unversehrtheit der Freifläche und der umliegenden Gebäude mit ihren streng einheitlichen Fassaden machen den Reiz der Place Vendôme aus. Hier wurde der königliche Repräsentationswunsch mit bürgerlicher Zweckmäßigkeit harmonisch verbunden, was man auch im Zuge der diversen Renovierungsmaßnahmen nicht veränderte.

Nach dem ursprünglichen Plan sollten um den Platz herum Botschaften und Akademien errichtet werden; stattdessen errichteten namhafte Bankiers und wohlhabende Juweliere ihre prächtigen Filialen. In einem der Häuser um die Place Vendôme starb übrigens Frédéric Chopin im Jahr 1848. César Ritz suchte sich diese prominenteste aller Pariser Adressen 1898 zum Bau seines heute noch immer berühmten Hotels Ritz aus, das zum "Stammhaus" für viele gekrönte Häupter wie König Edward VII. und später Prinzessin Diana wurde. Doch auch Berühmtheiten wie Coco Chanel, Rod Stewart, Elton John und Woody Allen stiegen immer wieder im Ritz ab.

Die Mitte des mächtigen Platzes wird von einer 44 Meter hohen Triumphsäule, der Colonne de la Grande Armée eingenommen. Ein spiralförmig nach oben verlaufendes Bronze-Relief kündet von den Ruhmestaten der französischen Armee. Davor stand hier ein Reiterstandbild Ludwigs XIV. das den revolutionären Umtrieben zum Opfer fiel. Auch die Napoleon-Statue auf der Spitze der Säule wurde nach dem Sturz des Kaisers zu einem Reiterstandbild Heinrichs IV. auf der Pont-Neuf umgeschmolzen; 1833 erhielt die Säule dann ihren frisch gegossenen Napoleon zurück.