Place de la Concorde
Die Gegend rund um den Louvre ist praktisch auf jedem Quadratzentimeter angefüllt mit heroischer französischer Geschichte. Gerade die Strecke zwischen dem ehemaligen Königspalast und der Place de la Concorde begegnet man auf jedem Schritt einem der vielen historischen Ereignisse, denen in Paris überall Denkmäler gesetzt wurden. Direkt vor dem Louvre erstreckt sich der riesige Jardin des Tuileries, ein ursprünglich nach italienischem Vorbild errichteter Renaissancegarten, der von dem berühmten Gartenbauer André Le Nôtre zu einem symmetrisch angeordneten, strengen französischen Garten mit einem Wasserbassin als Mittelpunkt umgestaltet wurde.
Zu früheren Zeiten wurden hier die Ziegel (tuiles) für die Häuser von Paris gebrannt, wodurch der Garten zu seinem Namen kam. An der Nordseite des Louvre führt die Rue de Rivoli entlang, die an den Sieg der Franzosen über Österreich 1797 in der Schlacht bei Rivoli erinnert.

Über 500 Häuser mussten abgerissen werden, bevor 1811 auf Anordnung Napoléon Bonapartes mit dem Bau dieser Prachtstraße begonnen werden konnte. Als die Arbeiten 1833 beendet waren, hatte der Kaiser längst abgedankt… Verlässt man die Tuilerien in westlicher Richtung, gelangt man zu der Galerie Nationale du Jeu de Paume, einem Museum mit beeindruckender impressionistischer Sammlung sowie Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Napoléon III. ließ dieses Gebäude, in dem eine Art Tennis gespielt wurde, zur Leibesertüchtigung der königlichen Prinzen errichten. In dem nahegelegenen Musée de l’Orangerie können neben Monets berühmten Seerosenbildern auch Gemälde von Cézanne, dem jungen Picasso, Matisse und Modigliani bewundert werden. Schließlich gelangt man zu einem der großartigsten Plätze Europas, der Place de la Concorde, die nach Beendigung des Österreichischen Erbfolgekriegs errichtet wurde und zuerst Place Louis XV genannt wurde.
Der achteckig angelegte Platz mit gewaltigen Ausmaßen war während der Revolution Schauplatz der öffentlichen Hinrichtungen, u.a. auch der von Louis XVI. und seiner Gemahlin Marie-Antoinette. Nach den Revolutionswirren erhielt der Platz dann seinen heutigen Namen. In der Mitte steht ein 3.200 Jahre alter Obelisk aus Luxor, zwei Brunnen und acht Statuen, die französische Städte symbolisieren. Die Place de la Concorde ist alljährlich Schauplatz der Paraden, die am Nationalfeiertag, dem 14. Juli über die Champs-Élysées ziehen.