Pantheon

Die auf dem Hügel Sainte-Geneviève errichtete ehemalige Kirche dient seit langer Zeit nur noch Frankreichs nationalem Totenkult. Hier befinden sich die Grabstätten vieler berühmter Franzosen, die aufgrund ihrer Leistungen in Wissenschaft und Kunst einen letzten Ehrenplatz in dieser prächtigen Ruhmeshalle verdient haben.

Ludwig XV. gab 1756 diese Kirche in Auftrag, die an der Stelle der verfallenen Abtei der heiligen Genoveva, der Schutzpatronin von Paris errichtet wurde. Für dieses Bauwerk nahm sich der Architekt den klassizistischen Monumentalbau des römischen Pantheons zum Vorbild.

Während der Französischen Revolution wurde auch diese Kirche ihrem eigentlichen Zweck entfremdet und erhielt auf Beschluss der Nationalversammlung den neuen Namen “Panthéon francais” nach dem Vorbild antiker Tempel, in denen allen bekannten Gottheiten gehuldigt wurden. Nun sollten hier den gefallenen Helden der Revolution gedacht werden; jeglicher religiöser Bezug war zu diesen Zeiten streng verpönt. Napoleon gab 1806 das Panthéon der Kirche zurück, dann wechselte das Gebäude noch einige Male zwischen kirchlicher und profaner Nutzung, bis es 1885 endgültig zur Gedenkstätte erklärt wurde.

Der Innenraum des Panthéon besteht aus vier Schiffen, die in der Form eines griechischen Kreuzes angelegt sind. Darüber spannt sich eine gewaltige Kuppel, die einen markanten Orientierungspunkt der Pariser Silhouette darstellt. Sehenswert sind die an der Südwand des Hauptschiffs angebrachten Fresken, die Szenen aus dem Leben der heiligen Genoveva zeigen, sowie die unterirdische Krypta, in deren mit zahlreichen dorischen Säulen flankierten Gängen Berühmtheiten wie Voltaire, Victor Hugo, Emile Zola, Alexandre Dumas und Marie Curie, um nur einige wenige zu nennen, bestattet sind.

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27.09.2010 Sehenswürdigkeiten