Opéra Garnier

Die “Opéra Garnier” ist neben der “Opéra Bastille” eines der zwei Opernhäuser in Paris und wurde durch den jungen -damals noch fast unbekannten- Architekt und Baumeister Charles Garnier erbaut, der mit seinen Entwurf den Architektenwettbewerb gewann. Auftrag für den Bau erteilte Napoléon III., nachdem ein Attentat auf ihn während eines Besuch der Oper “Salle de la rue Lepeletier” im Jahre 1858.

Im Jahre 1860 begannen die langen und schwierigen Bauarbeiten, die aufgrund verschiedener Ereignisse und Tatsachen bis 1875 andauerten. Das von Präfekt Haussmann ausgesuchte Terrain für den Bau der Oper erschwerte den Bau, aufgrund seines hohen Grundwasserspiegels, schon bereits am Anfang, nämlich bei der Befestigung der Fundamente. Im deutsch-französischen Krieg von 1870/1871 wurde der Bau sogar ganz eingestellt und erst der Brand im damals bereits bestehenden Opernhaus sorgte 1873 dafür, dass sich die Regierung der Dritten Republik für eine Fertigstellung der “Opéra Garnier” entschied, welche dann am 05. Januar 1875 eingeweiht wurde.

Das Gebäude, mit 11.237 m² Grundfläche, was es bis zur Eröffnung der “Opéra Bastille” zum größten Opernhaus der Welt machte, ist im neobarocken Stil gehalten, was zur Zeit des Baus eher unüblich war. Dem Bauherrn Charles Garnier ging es vor allem darum ein für seinem Auftraggeber signifikantes Gebäude zu schaffen und die Bedeutung des Opernbesuchs als gesellschaftliches Ereignis, dessen Prinzip “sehen und gesehen werden” war, zu unterstreichen. Viele bekannte Künstler arbeiteten immer wieder im Laufe der Zeit an der Ausgestaltung Gebäude, unter anderem Marc Chagall, welcher 1963 die Decke der Kuppel über dem Zuschauerraum neu gestaltete, wobei der Bruch der Stile zwischen dem Gemälde und dem Gebäude an sich noch heute für Diskussionen sorgt.

Weltweit wurde das Gebäude aber erst durch das “Phantom der Oper” bekannt. Die “Opéra Garnier” ist der Schauplatz der Legende, wobei dieser Mythos durch mysteriöse Geräusche aus dem labyrinthartigen Keller, vor dem man bis heute Angst hat, und einem bis heute nicht aufgeklärten Unfall im Jahr 1886, bei welchem der tonnenschwere Kronleuchter auf die 56-jährige Concierge Madame Chomette aus der Rue Rochechouart stürzte und diese tötete, entstand. Der “See” unterhalb der Oper, welcher durch den hohen Grundwasserspiegel entsteht und als künstliches Grundwassersammelbecken genutzt wird, dient dem “Phantom der Oper” angeblich zur Fortbewegung, wird aber -ganz unromantisch- jedes Jahr von den Feuerwehrleuten kontrolliert und leergepumpt.

Heute finden in dem Opernhaus meist Balletaufführungen des Balletensembles “Ballet de l’Opéra de Paris”, allerdings werden auch weiterhin klassische Opern aufgeführt.

Tags: , , , , , ,

03.01.2011 Sehenswürdigkeiten
 
chCounter: MySQL error!
SQL query:

Error number: 1194
Table 'o' is marked as crashed and should be repaired
Script stopped.