Metro
Pünktlich zur Weltausstellung 1900 wurde die erste Métro-Linie eingeweiht, sie verlief zwischen Porte Maillot und Vincennes und zog Bewunderer und Skeptiker zugleich an. Nur etwa 10 Jahre später konnte man stolze 70 Kilometer Betriebsstrecke vorweisen und 1934 wurden die gesamten Vororte von Paris an das Streckennetz angeschlossen- günstiger Flug nach Paris und mit der Metro rein in die Metropole.
Paris ohne Métro ist heute nicht mehr vorstellbar. Trotz der großzügig angelegten Straßen, schnellen Verkehrsanbindungen und Buslinien würde die Stadt das tägliche Aufgebot an zu befördernden Menschen nicht bewältigen können. Der Verkehr würde vollständig kollabieren, und plötzlich hätte man sehr viel Zeit in dieser tagsüber recht hektischen Metropole. Klar kommt auch eine Porsche Langzeitmiete gleich für mehrere Tage in Frage um in Paris immer mobil zu bleiben, aber schneller kommt man damit auch nicht durch die Stadt an sein Ziel.

Die Métro befördert nicht nur zuverlässig viele Besucher kreuz und quer durch Paris, sie ist an manchen Stationen auch durchaus ein Augenschmaus. Besonders den Eingang zur Station Abbesses zwischen der Place Pigalle und der Place du Tertre sollte man in sein Besichtigungsprogramm aufnehmen: reinster Jugendstil oder Art nouveau mit grünen schmiedeeisernen Bogen und bernsteingelben Lampen. Dazu der für die Belle Epoque typische Schriftzug – einfach sehenswert.
Für Paris hat die Métro auch Kultcharakter und das nicht nur im französischen Kino. Der 1946 von Marcel Carné gedrehte Film “Les Portes de la Nuit” spielt in den Tiefen der Métro, einige Jahre später entführte der unheimliche Fantomas gleich einen ganzen Métro-Zug, und der unverwüstliche Jean-Paul Belmondo sprang bei einer wilden Verfolgungsjagd gar bei voller Fahrt von einem Wagen zum anderen – ohne Double selbstverständlich.