Louvre

Im Palais du Louvre, das für Jahrhunderte der einstige Sitz der französischen Könige darstellte, befindet sich heute wohl eines der bedeutendsten Museen der Welt. Die Geschichte des Louvre geht bis ins Mittelalter zu König Philippe-Auguste zurück, der das Gebäude um 1190 als Schutzburg errichten ließ. In der folgenden Zeit mehrmals umgebaut und erweitert, erhielt der Louvre als jüngstes Beiwerk 1989 die gewaltige Glaspyramide in der Cour Napoléon, die als Eingangsbereich und Zugang zu allen Flügeln und Abteilungen dient. Den Louvre sollte man sich nicht als Ganzes vornehmen, das wäre entschieden zuviel und würde rasch zu frustrierender Erschöpfung führen. Es ist sinnvoller, sich ein Thema oder ein Highlight auszusuchen, dies gebührend zu bestaunen, um anschließend bei einem Spaziergang durch die Tuilerien die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten.

Mit dem nächsten Besuch kommt man bereits ein ganzes Stück weiter. Als absoluter Höhepunkt der Sammlungen des Louvre gilt nach wie vor das Bildnis der Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Das eher unscheinbare Gemälde ist so sicher hinter dickem Panzerglas im Denon-Flügel untergebracht, dass man Mühe hat, es genau zu besichtigen. Die Venus von Milo, Michelangelos Skulptur eines Sklaven und das Gemälde der Spitzenklöpplerin von Vermeer sind nur einige wenige ausgewählte Meisterwerke, die es auf über 60.000 m² zu bestaunen gibt. In den drei Flügeln Sully, Richelieu und Denon sind sieben große Abteilungen untergebracht: orientalische und islamische Kunst, ägyptische Kunst, griechische, etruskische und römische Kunst, Gemäldesammlung, Graphik, Skulpturen und Kunsthandwerk.

Ein Besuch des im Richelieu-Flügel untergebrachten Cafés Marly, einem der schicksten Pariser Cafés, verspricht Erholung in einem interessanten Stilmix aus Second-Empire und modernem Design.