Ile de la Cité

Die Île de la Cité ist sowohl das historische als auch das geographische Zentrum der Stadt. Hier siedelten sich die Kelten an, später errichteten die Römer die Stadt Lutetia, die zumindest den Lesern von “Asterix” ein Begriff sein dürfte. Neben der Kathedrale Notre-Dame, der ehemaligen königlichen Residenz und dem Justizpalast befinden sich mit der Sainte Chapelle, dem Hôtel Dieu und der berüchtigten Conciergerie alle für das frühere Paris wichtigen Gebäude auf der ovalen Insel in der Seine.

Hier wurde Frankreichs Geschichte geschrieben und hier besiegelte sich das Schicksal manches gekrönten und bürgerlichen Hauptes. So diente die im nördlichen Teil des alten Königspalastes untergebrachte Conciergerie, dem früheren Wohnsitz des Palastverwalters, als letzte Unterkunft für etwa 4000 Gefangene während der Französischen Revolution.

Die berühmtesten Insassen der Conciergerie waren neben der unglücklichen Königin Marie Antoinette die Revolutionäre Danton und Robespierre, die hier ihrer Hinrichtung durch die Guillotine harrten.
Nicht versäumen sollte man einen Rundgang durch die Sainte Chapelle, die “Heilige Kapelle”, die zu den beeindruckendsten Meisterwerken der mittelalterlichen Architektur zählt. Das einzigartige Spiel von Licht und Farbe, das durch die 15 Meter hohen Maßwerkfenster hervorgerufen wird, lässt das Bauwerk beinahe schwebend oder schwerelos erscheinen. Es lohnt sich auch, hier den Sonnenuntergang abzuwarten, der die 86 Buntglastafeln des Rosettenfensters zu einem apokalyptischen Feuerwerk aufflammen lässt.

Um sich von den eindrucksvollen Bauwerken und Denkmälern ein wenig Entspannung zu gönnen, ist ein gemütlicher Bummel über den bunten und vor allem duftenden Marché aux Fleurs, dem Blumenmarkt, der sonntags dem zwitschernden Marché aux Oiseaux (Vogelmarkt) Platz macht, unbedingt empfehlenswert. Der Blumenmarkt ist übrigens einer der letzten in Paris.

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27.09.2010 Insider Tipps