Cafes

Was wäre Paris ohne seine Cafés – kaum vorstellbar. Hierher kommen die Pariser auf einen kurzen Espresso, einen Apéro oder einen Plausch mit Freunden. Ein Großteil des Lebens spielt sich sogar in den Cafés ab, ganz selbstverständlich übrigens. Ein Cafébesuch in Paris ist mehr als nur eine kurze Ruhepause, in der man sich etwas Gutes gönnt. Er gehört zum Savoir-Vivre einfach dazu.

Diese Erfahrungen kann man zwar in jedem beliebigen Café der Stadt machen, doch gibt es einige Etablissements, die Kultstatus einnehmen. So traf sich im Café Deux Magots auf dem Montparnasse früher die Pariser Bohème. Im nahegelegenen Café de Flore konnte man beinahe täglich den bedeutenden französischen Schriftsteller und Philosophen Jean-Paul Sartre und seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir im Streitgespräch mit Freunden bestaunen.

Auch Picasso, Antoine de Saint-Exupéry und Jean Giraudoux zählten zu den Stammkunden dieser Cafés, in denen man auch sehr gut arbeiten und schreiben konnte. Nicht minder berühmt ist das ebenfalls auf dem Montparnasse gelegene Café La Coupole, in dem schon Trotzki und Lenin über den Sozialismus diskutierten.
Traditionen soll man zwar pflegen, doch darüber hinaus ist es immer an der Zeit, eigene Maßstäbe zu setzen; so steht es jedem Besucher frei, sein eigenes Café zu finden, in dem er seine ganz persönliche Sicht auf die Stadt gewinnt, die beim nächsten Parisbesuch aufgefrischt werden kann.

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27.09.2010 Insider Tipps