Auto fahren in Paris

Auto fahren kann vor allem im Innenstadtbereich von Paris zu einem regelrechten Abenteuer werden, besonders wenn man sich nicht auskennt. Wer mit dem Auto nach Paris fahren will, stößt zunächst unweigerlich auf den Boulevard Periqherique, eine 8 spurige Schnellstrasse, welche Paris umringt. Von dort führen an den alten Stadttoren, den so genannten Portes, verschiedene Abfahrten in die Stadtteile von Paris. Die Stadt wird von verschiedenen Verkehrsachsen durchzogen. Diese Schnellstraßen ermöglichen ein vergleichsweise schnelles Durchqueren der Stadt, obwohl auch sie oft von Staus und zäh fließendem Verkehr betroffen sind.

Das Rangieren auf den kleinen und großen Straßen und Boulevards fordert dem Fahrer einiges an Konzentration ab. Wer den Stadtverkehr der Millionenmetropole nicht gewohnt ist, gerät in anbetracht der oft unübersichtlichen Verkehrssituation leicht in Verzweiflung und Touristen, die die Stadt besuchen wird die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (allen voran die Metro) empfohlen. Ein Mietwagen nützt ortsunkundigen oft nicht schneller voran zu kommen und angesichts der sehr häufigen kleinen Rempler sollte es wenn, kein Porsche oder vergleichbares sein. Allenfalls ein kleines (komplett versichertes) Auto sollte man in die engere Wahl ziehen.

Es gilt, einige Besonderheiten der Pariser Verkehrsführung zu beachten. Hupen ist mit Ausnahme der Verhinderung einer Gefahrensituation mit einem Fußgänger im gesamten Stadtgebiet verboten. Selbst auf den großen Boulevards der Stadt gilt in vielen Fällen die Rechts vor Links Regelung, eine Tatsache, die viele Autofahrer als gewöhnungsbedürftig empfinden dürften. Ampelanlagen wechseln nach der Rotphase direkt auf grün, ein gelb blinkender Pfeil signalisiert die erlaubte Weiterfahrt in Pfeilrichtung trotz roter Ampel. Eine weitere Besonderheit ist die uneinheitliche Verkehrsegelung in Pariser Kreisverkehren. In den meisten Kreisverkehren haben Autofahrer in der Kreisbahn Vorfahrt, es gibt jedoch Ausnahmen, welche durch ein Schild angekündigt werden. Dieses besagt „Vous n’avez pas la priorite“ und bedeutet, dass in diesem speziellen Fall die Rechts vor Links Regelung greift.

Vor allem das Parken, stellt Autofahrer in der französischen Hauptstadt oft vor eine große Herausforderung. Parkplätze sind wie in jeder größeren Stadt äußerst rar. Vor allem für den Besuch bekannter Sehenswürdigkeiten wie den Eifelturm, Notre Dame oder den Louvre empfiehlt es sich eher, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da Parkplätze im Innenstadtbereich besonders knapp sind. Hat man einen Parkplatz gefunden, ist dieser in den meisten Fällen kostenpflichtig. Gebühren müssen gewöhnlich an Parkscheinautomaten entrichtet werden. Nur an den Wochenenden und in den Schulferien im August sind viele Parkplätze kostenfrei. Wer sein Auto in Paris abstellt, sollte nie die Handbremse anziehen und keinen Gang einlegen. Es ist gemeinhin bekannt, dass parkende Autos in Paris von anderen Parkwilligen gerne einmal mit der Stoßstange nach vorne oder hinten geschoben werden. Falschparken wird empfindlich bestraft, in den meisten Fällen kommen Parkkrallen zum Festsetzen des Autos zum Einsatz, seltener, meist bei Verkehrsbeeinträchtigungen, werden Autos auch abgeschleppt.

Die Verkehrsregeln in Frankreich sind den deutschen sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch in einigen wichtigen Punkten, so dass es bei einer Fahrt in die französische Hauptstadt verschiedenes zu beachten gilt. Innerorts beträgt das französische Tempolimit 50kmh, außerorts 90kmh und auf Autobahnen 130kmh. Die Promillegrenze liegt in Frankreich bei 0,5 Promille. Telefonieren ist nur mit Freisprechanlage gestattet.
Das Durchfahren der französischen Hauptstadt erfordert einiges an Fahrerfahrung und sollte daher nach Möglichkeit von einem geübten Autofahrer gemeistert werden.

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22.08.2011 Verkehrsmittel