Arc de Triomphe
Der Bau des mächtigen Triumphbogens auf der Place de l’Etoile wurde 1806 nach der “Dreikaiserschlacht” von Austerlitz von Napoleon angeordnet. Der Kaiser wollte seiner siegreichen Grande Armée ein beeindruckendes Denkmal setzen, das jeden Betrachter in Erfurcht und Bewunderung versetzen sollte. Doch erst Louis-Philippe ließ den Bau, der zur Regentschaft Napoleons nicht über das Fundament hinauskam, fertig stellen. Eine Genugtuung wurde dem Initiator des Arc de Triomphe, wenngleich erst posthum zuteil: als die sterblichen Überreste Napoleons nach Paris überführt wurden, zog das feierliche Trauergeleit durch den Triumphbogen hindurch.
Der Sarg Victor Hugos dagegen wurde zwei Tage lang darunter aufgebahrt. Der Arc de Triomphe ist nicht nur ein großartiges Denkmal für die siegreiche französische Armee unter Napoleon, er ist ein Sinnbild für die Größe Frankreichs zu allen Zeiten. Als 1921 ein namenloser Soldat aus dem Ersten Weltkrieg stellvertretend für alle gefallenen Franzosen unter dem Triumphbogen bestattet wurde, war dies weltweit das erste Mahnmal für den “Unbekannten Soldaten”, das später nicht nur von europäischen Ländern übernommen wurde. Als bedeutendstes der auf dem Triumphbogen angebrachten Reliefs gilt der “Auszug der Freiwilligen von 1792″, das auch “La Marseillaise” genannt wird.

Man erreicht den Arc de Triomphe verkehrssicher durch einen Tunnel von der Avenue Champs-Elysées aus. Empfehlenswert ist eine Besichtigung der Plattform, die mit einem Lift zu erreichen ist – von hier aus hat man einen der schönsten Ausblicke auf Paris. An der Place de l’Etoile, die seit 1970 offiziell Place Charles de Gaulle heißt, treffen zwölf Avenuen zusammen, von denen die Avenue Champs-Elysées die eleganteste und schönste ist. Die von dem Gartenbauarchitekten Le Nôtre angelegte Prachtstraße ist der Inbegriff von Luxus und Savoir Vivre. Hier findet alljährlich die traditionelle Militärparade am 14. Juli statt, weshalb die Avenue auch “Schaufenster der Nation” genannt wird.
Eine Zeit lang lief die Pariser Prachtmeile Gefahr, zur Fastfoodzeile zu verkommen. Dann wurden jegliche Leuchtreklame, Werbeplakate und billige Läden verboten und in einer einmaligen Verschönerungsaktion gelang es der Stadtverwaltung, ihrer Avenue den alten Glanz zurückzugeben. Heute findet man wieder Modehäuser wie Louis Vuitton, elegante Cafés und Restaurants, die die Prominenten wie schon zur Jahrhundertwende magisch anziehen.